Luna (07.06.2017)

11.07.2014 - Eine medizinische Großbaustelle, eine Herzensangelegenheit braucht Ihre Hilfe!

Ein Hund, für den es keinen Menschen gibt, kein Zuhause, keine Hoffnung und der eine medizinische Großbaustelle und ein erheblicher Kostenfaktor war und vorerst bleibt. Aber Luna ist vielmehr, sie ist ein Lebewesen, eine mitleiderregende Kreatur voller Lebensfreude und Kampfesgeist und somit eine Herzensangelegenheit für uns.

Luna wurde im März von unserer Kollegin Rossella aus Sassari gerettet.

Sie war jung als sie gefunden wurde, nicht einmal ein Jahr alt, halb blind und ihr Körper zeigt Merkmale von monatelanger, schlechter Haltung und Quälerei. Irgendwie musste Luna es geschafft haben, sich aus einer unwürdigen Haltung zu befreien und verirrte sich dann auf den Mittelstreifen einer Schnellstraße. Halb blind, völlig überfordert von allen Reizen und den vielen Autos, war sie so panisch, dass sie orientierungslos und bellend wie verrückt über den Asphalt rannte. Unsere Kollegin Rossella musste damals die Straße sperren, sonst wäre Luna überfahren worden. Die Hündin war aber so außer sich, dass sie sich nicht fangen ließ. Rossella deponierte Futter an der Stelle, an der Luna die Straße verlassen hatte und fuhr in den nahe gelegenen Stall, wo sie viele andere Hunde täglich betreut.

Luna ging ihr nicht mehr aus dem Kopf, aber es war aussichtslos, sie zu finden. Rossella kontrollierte die Straße immer wieder, aber von Luna keine Spur, es war unmöglich, sie zu finden. Aber Luna fand Rossella. Anscheinend war die völlig dehydrierte und unterernährte Hündin dem Geruch von Rossella gefolgt und hatte sie gefunden. Sie wusste, dass sie Hilfe brauchen würde und ohne den Menschen nicht überleben würde… Ab da war Luna in unserer Obhut. Sie war rachitisch, hatte Demodexmilben, eine Infektion auf dem einzig sehenden Auge. Luna war eine gesundheitliche „Großbaustelle“. Aber die Hündin ist jung und will leben und wird kämpfen und wir lassen sie dabei nicht alleine.

Luna wurde vermutlich in einer kleinen Box gehalten, hierfür sprach ihre gesamte Körperhaltung. Da sie in der Einfangszeit ständig ihren eigenen Kot gegessen hat, ist davon auszugehen, dass sie sich lange Zeit von Kot ernähren musste.

Mit der Aufnahme von Luna haben wir ihr sicherlich das Leben gerettet. Aber der Unterhalt von Luna, die Medikamente, das Spezialfutter, die Summe aller Ausgaben stellt uns als Tierschutzverein vor eine unüberwindbare Hürde. Luna musste nun von einem Spezialisten für Augenkrankheiten untersucht werden und es war ein operativer Eingriff notwendig.

Luna hatte ein massives Hornhautgeschwür. Die durchgeführte, kostspielige Behandlung war erfolgreich, wie auf den Bildern zu sehen ist.

 

Es folgten Ausgaben für den stationären Aufenthalt, für Medikamente und für die Physiotherapie, die Luna braucht, um Muskeln aufzubauen.

In der Summe liegen die Ausgaben schon heute bei über 1.000,00 €.

 

Aktualisierung 03.12.2014:

Luna – wieviel Zeit braucht ein Hund um zu vergessen?

 

Wir sind sicher, ein Hund vergisst nie, was der Mensch ihm angetan hat … aber er kann lernen, damit zu leben. Das hat auch die tapfere Luna geschafft und wir sind so stolz auf sie, auf ihre Entwicklung und ihren Lebenswillen, dass wir Ihnen davon erzählen müssen.

Luna kam zu uns vor sieben Monaten. Sie war dem Tod knapp entronnen als unsere sardische Kollegin sie das erste Mal nachts auf einer Schnellstraße rennen sah. Die Hündin war nur noch Haut und Knochen, ausgemergelt, krank und völlig traumatisiert. Als wir Luna in unsere Obhut nehmen konnten, wusste niemand, wie lange es dauern würde, die Maremmano-Segugiohündin körperlich und seelisch wieder „herzustellen“.

Luna war unglaublich pflegeintensiv doch die passionierte Arbeit von Rossella, die an sie geglaubt hat, hat schon bald Früchte getragen. Das alles liegt nun sieben Monate zurück. Luna ist eine stattliche Hündin geworden, ihre Rippen sind nicht mehr mit kahler Haut bedeckt sondern mit Fleisch, Muskeln und glänzendem, seidigen Fell. Ihre Panik hat sich verwandelt , aus Luna ist ein Hund mit Charakter geworden, der seinen Bedürfnisse dem Menschen gegenüber sogar einfordert. Sie hat Vertrauen gefasst und wenn sie Aufmerksamkeit und Körperkontakt möchte, dann kommt sie und schmiegt sich an …

Ihr Verhalten von früher ist wie ausgewechselt. Alle Verhaltensweisen, die sie zeigte, waren ein Beweis dafür, dass sie bei einem Jäger in unwürdiger Haltung gelebt haben muss, in ständigem Psychostress und unter größten physischen Belastungen. Nun scheint Luna sich auf ihr neues Leben eingelassen zu haben. Sie wirkt zufrieden, spielt, kann sich in der Sonne entspannen und sucht  Körperkontakt und Streicheleinheiten.

Luna ist nun wirklich reif für die Vermittlung. Sie braucht einen Platz mit großem Garten, der ihrem Bedürfnis nach freiem Laufen gerecht wird. Sie leidet unter Einsamkeit , daher ggf. auch Verlustängste, sie braucht Menschen mit Zeit und allem voran – und das ist Bedingung – andere Hunde. Wenn sie ganz alleine gelassen wird, ohne Menschen und Hunde, bellt sie verzweifelt.

Sie ist gleichermaßen mit Rüden und Weibchen verträglich, sie ist mit allen Hunden ausgesprochen gut sozialisiert. Mit Katzen klappt es leider nicht, sie jagt sie und verbellt sie. Sie beißt nicht aber das gemeinsame Leben würde sehr stressig werden.

Hinter uns liegen sieben sehr arbeitsintensive und kostenintensive Monate aber die Investition von medizinischer Hilfe, von hochwertigem Futter, von viel Sozialisierungsarbeit und allem voran von Liebe und Passion hat aus Luna einen Hund gemacht, der zwar nie vergessen wird, was ihm angetan wurde , der aber sehr gut damit leben kann, in den richtigen, liebevollen und verständnisvollen Händen.

 

Aktualisierung 07.06.2017:

Luna – traurige Spitzenreiterin!

 

Luna sitzt seit über drei Jahren im privaten Tierheim von Rossella auf Sardinien. In diesen drei Jahren hat Rossella physisch und psychisch Wunder an der hübschen Hündin (Segugio Maremmano) vollbracht.

Luna kam abgemagert und  traumatisiert zu ihr und niemand hätte gedacht, dass aus der „getigerten“ Hündin mal ein kleiner Rohdiamant wird.

Mit viel Einfühlungsvermögen, Geduld und passionierter Pflege hat die Hündin all ihre körperlichen und seelischen Blessuren hinter sich gelassen.

Im Laufe der Jahre ist auch ein Lebenswille gewachsen, die Lust daran, das Leben jenseits der Gitter  zu erkunden, die Sehnsucht nach einem Menschen nur für sich.

Für Luna tickt die Uhr. Während es in ihrem früheren Leben nur darum ging, zu überleben, hat sie jetzt gelernt, was das Leben sein könnte und mit diesem Verständnis beginnt auch die Sehnsucht.

Jeder Tag, an dem Luna in ihrem Gehege sitzt ist eigentlich ein verlorener Tag. Luna ist bereit für eine Familie. Sie ist ruhig, ausgeglichen, liebt es, sich in Kissen zu kuscheln. Sie ist anspruchslos, braucht nicht viel aber sie braucht Liebe.

Wenn Sie Luna eine Chance geben möchten, so gelangen Sie hier auf ihre Vermittlungsseite mit weiteren Fotos und Informationen über die Entwicklung zu einer wunderbar sanften Hündin.

Sie können uns auch durch eine Spende oder Patenschaft  unterstützen, die die Pflege von Luna sichert.

Bitte helfen Sie uns und Luna! Herzlichen Dank!

Fragen zur Patenschaft beantworten wir Ihnen gerne unter: Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können

Spenden können Sie unter dem Stichwort (Verwendungszweck) "Luna"* an folgende Bankverbindungen richten:

Kontoinhaber: respekTiere e.V.
Stadtsparkasse Mönchengladbach
IBAN:DE20 3105 0000 0003 3761 26
BIC: MGLSDE33

oder 

Direkt spenden können Sie aber auch über PayPal. Bitte auch hier den Verwendungszweck bzw. Stichwort "Luna"* eintragen! 

*Sollten mehr Spenden eingehen, als für das jeweilige Patentier benötigt werden, verwenden wir die überschüssigen Beträge satzungsgemäß für ein anderes Patentier, um die entstandenen Kosten abzudecken.

Eine Spendenquittung erhalten Sie automatisch im Januar/Februar 2020.

Vielen herzlichen Dank - Grazie mille!