Pippi (05.04.2014)

Pippi  oder Jeannie – Zufall, Schicksal oder doch Intuition?

Als ich Ende des Jahres 2013 die Entscheidung traf, Pippi in die Vermittlung zu übernehmen und sie nach Enuk auch als Pflegehund kommen zu lassen, habe ich mir nicht im Entferntesten vorgestellt, was da auf mich zukommt. Eigentlich sollte die Kleine schon Anfang Februar dann kommen, aber zunächst gaben wir einem anderen Hund, der schon ein Zuhause gefunden hatte und ein paar Wochen später nicht mehr in die Tasche passen würde, den Vorrang und so kam Pippi also erst am 09. März in Düsseldorf an.  Sie kam nicht alleine und da sie so brav und ruhig in ihrer Tasche saß, kümmerten wir uns zunächst um die anderen Hunde, damit diese schnell Richtung neue Heimat fahren konnten. Erst im Auto hatte ich Zeit, mich genauer mit der Kleinen zu beschäftigen und holte sie aus der Tasche raus. Etwas scheu und ängstlich sah sie mich mit ihren kleinen dunklen Knopfaugen an und während der Fahrt nahm sie interessiert die Eindrücke der vorbeikommende Umgebung auf. Zuhause angekommen, musste sie natürlich erst mal unsere drei Jungs überstehen. Die drei Nasen haben sie ausgiebig beschnüffelt und dann für „in Ordnung“ befunden und auch Pippi fand sie ganz OK und zeigte sich von ihrer besten Seite, sie wuselte herum, schmiss sich auf den Rücken, sprang den Jungs an die Nase und war einfach  nur bezaubernd. Und schon war klar, dass sie nicht Pippi bleiben würde, aus ihr wurde die „bezaubernde Jeannie“. Schnell verlor sie in den nächsten Tagen die noch anfänglich bestehende Scheu, integrierte sich immer mehr in das Hundeteam. Cio, unser kleiner Sarde, der uns vor fast fünf Jahren schon den Kopf verdreht hatte, ist ihr bester Freund, mit dem tobt sie und schläft zusammen mit ihm im Körbchen oder auch auf der Couch. Ronny, unser Jack Russel, ist ihr großes Vorbild, neben ihm läuft sie stolz zusammen beim Spaziergang. Bei Lycos, unserem weisen, alten Herrn, zeigt sie den gebührenden Respekt. Alles passt und die Maus lernt jeden Tag dazu. Jede Aufgabe wird gemeistert in dem sie sich einfach nur an uns oder den Jungs orientiert. Sie gehört von Anfang an dazu.

Nun, seit über fünf Jahren nehmen wir Pflegehunde auf und immer wieder gab es mal den ein oder anderen, an dem man besonders hing, wo es schwer war, ihn gehen zu lassen, dennoch haben wir es immer wieder geschafft. Jeannie aber zeigt uns mit jedem Tag, dass sie nicht hier weg will, sie ignoriert jeden der sich für sie bewirbt, mit anderen Hunden will sie nichts zu tun haben und sie ist immer nur in unserer Reichweite, bei Arne und mir und ihren „Brüdern“. Sie ist ein Clown, ein Zirkushund, eine Schmusebacke und eine Seelentrösterin. Sie ist super sensibel und spürt jede Form von Energie. Sie kann sich auf alles genau richtig einstellen. Sie ist einfach unsere Prinzessin und hat sich so in unser Herz geschlichen, dass wir sie nicht mehr gehen lassen können. Auch wenn das nun dieses Mal wirklich heißt, dass vorläufig kein Pflegehund mehr bei uns unterkommen kann. Einerseits eine schwere Entscheidung aber unsere Jeannie ist es wirklich wertJ

Vielleicht war es wirklich Intuition als ich das erste Bild von ihr gesehen habe…