Cucciolo

Er war ein großer Schatz und ein tapferer Hundeopi mit einer großen Seele! Cucciolo, genannt Lollo, hat sich am 11.9. verabschiedet. Ganz leise und sanft ist er von dieser Erde gegangen, er ist einfach für immer eingeschlafen.

Cucciolo kam im Mai 2011 nach Deutschland und ein jeder, der ihn damals am Flughafen empfing, war geschockt von seinem körperlichen Zustand. Cucciolo sah damals aus wie ein gerupftes Huhn und hatte großflächig kahle Stellen am Körper, die Haut war entzündet und sein Leiden war unverkennbar. Es war uns bekannt, dass dieser arme Kerl unter der Demodex-Milbe litt, sein Zustand hatte sich die letzten Wochen vor seiner Ausreise jedoch extrem verschlechtert. Ein jeder, der nun auf die Happy-end-Fotos von Mai 2011 klickt und diese Abschiedsfotos von Cucciolo betrachtet, wird erkennen, dass dieser liebe Hund glücklich war, dass er geliebt wurde und dass er sich so wunderbar erholt hatte, gesund wurde bei seinem Frauchen und ein wundervolles Leben führen durfte.

Danke, liebe Christina, dass Du  Lollo fast 2,5 glückliche Jahre geschenkt hast, dass Du Dich aufopferungsvoll um ihn kümmert hast, ihn gepflegt hast und ihm dieses tolle Leben geschenkt hast. Danke, dass Du damals am Flughafen nicht verärgert warst über Lollos Zustand! Danke, dass Du Dich damals für dieses arme Geschöpf entschieden hast!

Mein lieber Lollo, vielen Menschen lag Dein Schicksal am Herzen, viele Menschen haben mit gefiebert, dass es Dir schnell wieder besser geht bei Deinem lieben Frauchen und viele Menschen sind nun traurig, dass Du für immer eingeschlafen bist. Aber so ist leider das Leben, irgendwann verabschiedet sich ein jeder von uns und so sind wir alle neben der Trauer um Dich sehr froh, dass Du als geliebter und glücklicher Hund von dieser Welt gegangen bist.
Wo auch immer Du nun dort oben bist, ich weiß, Du wirst voller Zufriedenheit und Glückseligkeit zu Deiner Familie hinabschauen, wirst bei Ihr sein und ihre Liebe im Herzen tragen.

Wir behalten Dich auch für immer in unseren Herzen, ciao Lollo, mach's gut, Goldschatz! Deine Vermittlerin

Dein Frauchen hat zauberhafte Worte finden können, die ihre Liebe zu Dir deutlich werden lassen, als sie mir die traurige Nachricht übermittelte:

Liebe Birgit,
Lollo ist heute gestorben. Heute, an diesem besonderen Tag. Am 11. September.

Seit er bei mir war, konnte er von Anfang an schlecht laufen und es wurde immer schlimmer. Er war jetzt seit ca. 2 Monaten gelähmt. Ich habe ihn hinten hochgehoben und mit seinen Vorderbeinen konnte er immer noch laufen. Seit einigen Tagen konnte er sich aber auch auf den Vorderbeinen kaum noch halten. Seine Muskulatur hatte sehr stark abgebaut und trotz meiner Unterstützung waren selbst einige Meter im Garten für sein altes, krankes Herz schon eine Schwerstarbeit. Er ist seit November 2012 kot- und urininkontinent gewesen. In den letzten Wochen benötigte er fast eine 24-Stunden-Pflege, weil er allein weder trinken konnte noch sich zum lösen in den Garten bewegen konnte. Ich habe schon seit Tagen mit mir und der Entscheidung gerungen, ihn einschläfern zu lassen. Aber es ist mir unendlich schwer gefallen, denn der Tierarzt war der Meinung, dass Lollo keine Schmerzen hat. Aber er hat immer weniger gefressen und während der letzten drei Tage fast nur noch flach auf der Seite gelegen. Heute habe ich mich dann entschlossen, ihn einschläfern zu lassen. Um mit dem Tierarzt zu telefonieren, bin ich in einen anderen Raum gegangen, denn ich konnte Lollo dabei nicht ins Gesicht sehen. Da die Sprechzeiten des Tierarztes gerade vorbei waren, hat er zugesichert, dass er sofort zu mir und Lollo kommt. Als ich wieder zu Lollo ins Zimmer gegangen bin, war er gerade gestorben. Er ist während meines Telefonats mit dem Tierarzt gestorben. Er hat mir die Bürde abgenommen mit der Vorstellung zu leben, dass ich ihn getötet hätte, obwohl er noch leben kann. Das letzte Jahr war ein sehr schweres Jahr. Ich habe wegen der Umstände ziemlich zurückgezogen gelebt. Viele Leute haben mir gesagt, dass ich ihn einschläfern lassen soll, weil ein normales Sozialleben wegen seiner Vollzeitpflege kaum möglich war. Aber hätte ich das gemacht, dann hätte ich mein ganzes Leben ein Gefühl von Schuld mit mir getragen. Auch wenn ich ihn heute eingeschläfert hätte, hätte ich diese Gefühl in mir gehabt. Und darum hat er mir das schönste Geschenk gemacht, was man sich vorstellen kann: er hat selbst entschieden zu sterben. Das werde ich ihm nie vergessen. Mit diesem Geschenk hat er sich für die Zeit bei mir bedankt.