Ciao Filippo

Filippo - unser Sorgenkind findet ein happy end, wozu er Ihre Unterstützung braucht!

Filippo lebte schon viele Jahre in unserem Partnertierheim. Dort wurde eine Vermittlerin auf ihn aufmerksam als er völlig verkrustet vom Schlamm und dünn vor ihr stand. Als sie zurück in Deutschland war konnte sie ihn nicht vergessen und so kam er unter die Vermittlungshunde. Nach einiger Zeit meldete sich eine Familie, die Filippo ein Zuhause anbot. So wurde er ausreisefertig gemacht und trat die große Reise nach Deutschland an. Doch schnell kamen die neuen Besitzer an ihre Grenze. Filippo war mit der neuen Umgebung, den neuen Tagesabläufen  völlig überfordert. Zudem schien er krank zu sein. Doch die ersten Untersuchungen ergaben keinen konkreten Grund für seine wahnsinnige Unruhe. So wurde er auf eine Pflegestelle umgesetzt, die ihm durchaus nach einiger Zeit und wenn alles gut klappen sollte sogar einen Endplatz anboten.

  

Doch auch hier wurden erneut Untersuchungen getätigt, die aber keinen Grund für seine Unruhe ergaben. Nach einigen Wochen war auch diese Familie am Ende mit ihrem Latein und konnte diesen Streß im Alltag nicht mehr weiterführen. Wir fanden die Nadel im Heuhaufen und eine Pflegestelle in NRW bot sich für den armen Tropf an.

  

Hier angekommen zeigte sich, dass Filippo einfach viel Zeit brauchte. Überfordert mit der neuen Umgebung folgte er seinem Frauchen auf Schritt und Tritt. Sie musste aufpassen, dass sie ihn weder umrannte noch auf ihn trat, wenn er sich ständig um sie herum bewegte. Geduld war das Zauberwort und tatsächlich hat es funktioniert. Heute folgt er ihr immer noch, aber wenn sie sich setzt, dann legt er sich ruhig in die Nähe und fällt in einen tiefen Schlaf. Filippo ist ein aussergewöhnlicher hübscher Setter-Mischling, sein Fell glänzt, seine Augen funkeln und er ist ein souveräner Rüde. Er sucht nie Streit mit seinen Artgenossen ist freundlich und unheimlich verschmust. Er ist so weich und sanft und wenn er seinen Kopf in die Hand legt, dann schließt er die Augen und lässt sich gerne verwöhnen. Wir haben festgestellt, dass er taub ist und in jedem Fall sehbehindert. Auch seine Inkontinenz war immer ein wichtiges Thema. Mittlerweile trägt er eine Windel im Haushalt - ganz ohne Probleme.

Die Pflegestelle hat uns angeboten Fillipo, unser Sorgenkind, den Rest seines Lebens aufzunehmen. Eine erneute Trennung, eine neue Umgebung wäre für Filippo furchtbar. Allerdings wird respekTiere auf Lebzeiten die Medikamente und Behandlungen tragen müssen. Aus diesem Grund nehmen wir heute Filippo in unsere Rubrik Patentiere Extra auf. Wir suchen Menschen, die Filippos Schicksal berührt, die selber alte Hunde kennen und ihm diese Chance möglich machen wollen und ab 5 Euro im Monat ihn unterstützen möchten.

Filippo hat einige medizinische Baustellen, die unbedingt in den nächsten Wochen angegangen werden müssen. Da ist zum Einen sein Herz, das halbjährlich durch einen Herzultraschall untersucht werden sollte. Das Zweite ist, dass Filippo ein sehr teures Nierenspezialfutter bekommt, damit seine Nierenwerte im Normalbereich bleiben und sich somit auch seine Schilddrüsenwerte nicht wieder senken.

Sein größtes Problem aber ist momentan, dass der arme Kerl ständig wiederkehrende schmerzhafte Blasenentzündungen hat, die werden hervorgerufen durch seine vergrösserte Prostata. Durch sie kann sich seine Blase nicht vollständig entleeren, es bilden sich darin Bakterien, die die Entzündung hervorrufen, er bekommt dann Fieber, Schmerzen und wird noch unruhiger.

Da er  solche Entzündungen nun in immer kürzeren Abständen bekommt, hat seine behandelnde Tierärztin zur  Kastration geraten, damit auch seine Zysten in der Prostata entfernt werden können. Außerdem benötigt er dringend eine Zahnsanierung, die in einem mitgemacht werden soll.

Diese Operation und deren Nachsorge, das Spezialfutter, die Windeln, die er momentan trägt, die Medikamente gegen seine Blasenentzünung, der nächste Herzultraschall, dies alles verursacht enorme Kosten, die seine Pflegefamilie, bei der er nun auf Lebenszeit bleiben darf, nicht tragen kann.

Der erste Operationstermin steht und wird Ende Januar stattfinden. Danach werden wir sofort wieder berichten. Bitte helfen Sie Filippo für sein restliches Leben sein Glück zu behalten und endlich einmal in einem warmen, liebevollen Zuhause bleiben zu dürfen. 

Aktualisierung 13.08.2012

Im Januar bin ich wegen einer vergrößerten Prostata kastriert worden. Da ich einmal in Narkose war wurden bei dieser Gelegenheit die Zähne gereinigt, die sehr von Zahnstein befallen waren. Seit der OP hatte ich keine Blasenentzündung mehr und trage daher auch keine Windeln mehr.

Ansonsten geht es mir sehr gut. Ich lebe mit einigen alten Hunden zusammen in meinem Zuhause und laufe mit ihnen sehr viel durch den Garten. Meine Unruhe hat sich zwar etwas gelegt, trotzdem bin ich aber eigentlich ständig unterwegs, trinke dabei Unmengen von Wasser und lasse mich sich sehr gerne zwischendurch knuddeln.

Ein Höhepunkt ist für mich immer dann, wenn es Futter gibt. Satt bekommt man mich kaum, da ich kurz nach dem Fressen bereits wieder nach Futter bettele. Meine Pflegeeltern denken wahrscheinlich, dass ich ein wenig dement bin, und sofort nach dem Fressen vergesse, dass ich gerade etwas zu Fressen bekommen habe.

Mitte Juli war ich wieder beim Tierarzt, es wurde ein Herzultraschall gemacht. Dabei stellte sich ein altersgemäßer Klappenverschleiß heraus, mein Herz wird nun mit zweierlei Medikamenten unterstützt. Außerdem wurde ein geriatrisches Blutbild erstellt, das top in Ordnung ist. Ich wurde auch geröntgt, dabei hat sich leider gezeigt, dass ich einen Kieselstein verschluckt haben muss. Ich habe eine Sauerkraut-/Ölkur gemacht, und demnächst werde ich wieder geröntgt, um zu sehen, ob der Stein abgegangen ist, ansonsten muss er ggf. herausoperiert werden.

Alle drücken mir die Daumen, dass das nicht notwendig werden wird.

Ich habe auch ein superweiches Hundebett bekommen, das dankenswerterweise die Fa. Alsa für mich gestiftet hat.

Beim nächsten Mal werde ich berichten, was es mit dem Kieselstein in meinem Magen auf sich hat.

Dein Filippo

14.02.13 – Filippo -  Er war so ein Schatz…

 

Im August letzten Jahres hatten wir Ihnen hier berichtet, dass es Filippo den Umständen entsprechend gut geht. Mit Hilfe einer Sauerkrautkur ist der von ihm verschluckte Kieselstein auch ohne OP wieder herausgekommen. Er war glücklich in seinem Zuhause, trank nach wie vor literweise Wasser und er vergaß meist nach fünf Minuten schon wieder, dass er gefressen hatte. Er bekam mittlerweile zweierlei Medikamente, unter anderem auch zur Durchblutung des Kopfes, da er manchmal schon ziemlich durcheinander war. Mitte Januar bekamen wir dann die Nachricht von der Pflegestelle, dass Filippo anfängt zusehends abzubauen. Er wurde sehr unruhig und trank noch viel mehr Wasser als sonst schon. Die Pflegemama ist dann mit ihm zur Tierärztin und diese stellte bei Filippo einen Lebertumor fest. Die Ärztin meinte da schon, dass die ihm verbleibende Zeit wohl sehr kurz sein würde. Er hat dann Valium-Zäpfchen bekommen, die ihm die Unruhe etwas nehmen sollte. Schmerzen hatte er in der ganzen Zeit keine.
Da Filippo aber in der weiteren Zeit immer weiter abbaute - er konnte zum Schluss auch nicht mehr spazieren gehen und trotz der Zäpfchen wusste er nicht mehr wo er hin sollte mit seiner Unruhe - ging seine Pflegemama nochmal mit ihm zur Tierärztin. Er bekam dann eine größere Menge Valium verabreicht, aber dadurch hat er nur noch wie betäubt auf seinem Bettchen gelegen. Da spürte seine Pflegemama, dass es an der Zeit war, Filippo in Frieden ziehen zu lassen.  Sie ist dann den schweren Weg mit ihm gegangen und hat ihn von seinem Leiden erlösen lassen. Auch wenn es ihr sehr schwer gefallen ist, aber auch das gehört zur Liebe dazu - zu erkennen, wann ein Leben nicht mehr lebenswert ist. Filippo ist ganz friedlich eingeschlafen und auf dem Weg ins unendliche Hundeland hat er nur noch einmal ganz tief geseufzt.
Filippo wurde in seiner Pflegefamilie eine sehr schöne Zeit geschenkt. Und die hatte er nach all den vielen Jahren in dem trostlosen Rifugio in Olbia verdient! Er konnte noch einmal erfahren, was es heißt geliebt und umsorgt zu werden und diese Erinnerung daran hat er mit über die Regenbogenbrücke genommen. Seine Vermittlerin sagte: ach Mensch, er war so ein Schatz – und so werden auch wir ihn immer in Erinnerung behalten!
Lesen Sie hierzu auch den Abschiedsbrief seiner Pflegemama und weiter unten die letzten Zeilen seiner Vermittlerin:
Lieber Filippo, ich erinnere mich noch sehr gut an den Tag im Oktober 2011, als der Anruf von Sabine kam, die dringend eine Pflegstelle suchte. Es ging um dich Filippo, der du endlich, nach ca. 13 Jahren Daueraufenthalt im Tierheim, nach Deutschland ausreisen konntest. Durch deine Verhaltensauffälligkeit, die sich in extremer Unruhe zeigte, hattest du bereits zum zweiten Mal die Pflegestelle gewechselt. Und so machten wir uns auf den Weg nach Köln, um dich am 23.10.2011 zu uns zu holen. Dort sah ich dich zum ersten Mal, ein wunderschöner Rüde mit einem traurigen Blick, der unruhig im Garten umherlief. Ich verliebte mich sofort in dich!!!!!!!!!!!!
Die ersten Tage waren nicht einfach, du ranntest, trankst sehr viel und ranntest wieder.
Dann, irgendwann im Dezember, kam die Wendung, du kamst endlich zur Ruhe. Das war ein ganz besonderer Moment und ich habe mich sehr darüber gefreut. Mit der Zeit wurde dein ganzes Verhalten anders, du zeigtest richtige Lebensfreude und besonders liebtest du deine Spaziergänge. Auch die Bindung zu uns wurde intensiver, du kuscheltest, legtest deinen Kopf in die Hand und suchtest unsere Nähe. Dein Lieblingsplatz war zwischen Sofa und Tisch, also direkt bei uns - wie schön!!!!!!!!!!!!!
Im Laufe der Zeit wurdest du altersbedingt immer verwirrter und dementer, du hast vergessen, dass du grad gefressen hattest und schnapptest immer, in der Annahme etwas zu fressen zu bekommen, in die Hand. Aber auch das nie böswillig oder aggressiv, überhaupt warst du ein ganz liebevoller Hund, suchtest nie Streit. Leider hast du mitunter auch vergessen, dass du stubenrein warst und hattest nachts immer eine Windel an und alles war wieder in Ordnung.
Die letzten Wochen warst du besonders anhänglich und folgtest mir auf Schritt und Tritt. Auch dein Trinkverhalten hat sich verändert, du trankst wieder fast ständig. Die starke Unruhe kam auch wieder. 
Zusätzlich bautest du körperlich plötzlich sehr ab, die Spaziergänge waren anstrengend und du stolpertest oft und nahmst zusehends ab.
Beim Tierarzt dann die schlimme Diagnose, du hattest einen Tumor in der Leber. Wir waren alle fassungslos.
Als du auch kaum noch aufstehen mochtest und nicht mehr mit spazieren gehen konntest, haben wir dich erlöst, du bist in meinen Armen über die Regenbogenbrücke gegangen.
Lieber Filippo wir hatten nur wenig Zeit, aber so intensiv, dass wir Dich nie vergessen werden und können. Wir sind dankbar, dass wir ein kleines Stück mit Dir mitgehen durften. Du warst ein ganz besonderer, einzigartiger und wunderbarer Hund, wir nannten dich immer liebevoll Opa.
Jetzt liegst du bei uns im Garten und lebst in unseren Herzen weiter. Wir haben dich sehr geliebt und vermissen Dich sehr - es ist so ruhig.
In tiefer Verbundenheit Franz, Silvia und das Rudel
Wir trösten uns mit dem Zitat aus unserem Lieblingsbuch der kleine Prinz:
"Die Leute haben Sterne, aber es sind nicht die gleichen. Für die einen, die reisen, sind die Sterne Führer. Für andere sind sie nichts als kleine Lichter. Für wieder andere, die Gelehrten, sind es Probleme. Für meinen Geschäftsmann waren sie Gold. Aber alle diese Sterne schweigen. Du wirst Sterne haben, wie sie niemand hat..."

"Was willst Du sagen?"

"Wenn du bei Nacht den Himmel anschaust, wird es dir sein, als lachten alle Sterne, weil ich auf einem von ihnen wohne, weil ich auf einem von ihnen lache. Du allein wirst Sterne haben, die lachen können!!!!!"

Und er lachte wieder.

"Und wenn du dich getröstet hast (man tröstet sich immer), wirst du froh sein, mich gekannt zu haben. Du wirst immer mein Freund sein. Du wirst Lust haben, mit mir zu lachen."
Soweit die Worte seiner Familie, dem eigentlich nichts mehr hinzuzufügen ist. Auch ich, deine Vermittlerin, bin sehr traurig, Filippo, dass du nicht mehr da bist. Immer habe ich dich fröhlich und sehr freundlich angetroffen und sicherlich ist es dir gesundheitlich nicht immer gut gegangen, trotzdem hast du nie deine Lebenslust verloren. Mach´s gut hinter der Regenbogenbrücke Filippo.

Wir bedanken uns sehr bei Filippos Pflegefamilie, die ihn trotz seiner auffälligen Unruhe und seiner Krankheit zu sich nahmen und sich dazu entschlossen haben, für ihn da zu sein. Und wir bedanken uns ganz herzlich bei Filippos Paten, weil sie durch ihre Patenschaft mit dafür gesorgt haben, dass es Filippo an nichts gefehlt hat. Recht herzlichen Dank dafür!
Filippo, mach es gut auf der immergrünen Hundewiese, wo du nun so viel Trinken und Essen kannst wie du möchtest. Wir wünschen dir alles Gute…