Rebecca (26.09.2012)

Rebecca - aus Fürsorge wurde die große Liebe

Die Geschichte von Rebecca beginnt bereits im April 2011 als sie von einem Balkon auf Sardinien geschossen wurde. Seitdem hat respekTiere die Katze auf Sardinien begleitet und schließlich im Juni 2011 nach Deutschland geholt. In Deutschland ist viel passiert. Sie hat dreimal die Pflegestelle gewechselt, weil Rebecca teilweise kein Urin mehr absetzen wollte und immer und grundsätzlich neben die Toilette ihr Geschäftchen verrichtet. Als sie vor vielen Monaten in Haan auf einer versierten Pflegestelle ankam, waren die Weichen für Rebecca gestellt. Hier durfte sie sein, wie sie ist. Nach der Vorstellung beim WDR in der Sendung "Tiere suchen ein Zuhause" gab es sogar Interessenten. Diese sprangen aber kurz vor der Vermittlung ab und nahmen eine Katze aus dem örtlichen Tierheim auf. Die Pflegestelle atmete durch, denn einfach wäre ihr die Abgabe nicht gefallen. Und so begann gemeinsam mit Rebecca eine Reise durch die verschiedenen Therapiemöglichkeiten und die Gefühle wankten zwischen Hoffnung und Resignation. Aber Rebecca war zu jeder Zeit ein Sonnenschein, sie brachte das Pflegefrauchen immer wieder zum Lachen und wickelte mit ihrer inneren Ruhe selbst die Tierärzte um ihre kleine Samtpfote.

Als ich nun Rebecca auf ihrer Pflegestelle besuchte und die ersten Physiotherapiestunde begleitete, sah ich das Unvermeidliche - Pflegefrauchen und Rebecca waren ein perfektes Team. Jeder hängt an dem anderen und beide zusammen ergeben ein witziges und sympathisches Team. Für Rebecca das große Los. Wir haben uns daher dazu entschlossen, dass Rebecca von der SOS Seite auf die Patenschaftsseite wechseln darf. Wenn sich keine geeignete Stelle findet, hat Rebecca ihre Familie gefunden und darf bleiben. Wir haben erneut mit Physiotherapie begonnen um ihre hintere Muskelatur wieder aufzubauen. Viel zu sehr haben wir auf Ihre neurologischen Schwächen geschaut. Rebecca meistert die Physiostunden super und gemeinsam macht es allen sehr viel Spaß.

Rebeccas Übungseinheiten gehen weiter, sie darf Zuhause im Garten an der Leine und Geschirr laufen um die Muskelatur weiterhin zu stärken. Tatsächlich merkt man schon die Veränderung an Rebecca. Leider darf sie nicht gänzlich frei im Garten sein. Die kleine, bildschöne Katze rennt nämlich auf dem Rasen sofort los und ist verschwunden. So durften wir schon einen halben Tag bangen um Rebecca, die dann aber brav wieder im Garten sass. Wir möchten Rebecca nun möglichst noch im Herbst ein Außengehege bauen und natürlich die Physiotherapie weiterhin ermöglichen und die unterstützenden Medikamente zahlen. Dafür benötigen wir Paten, die Rebeccas Glück unterstützen und durch eine monatliche Spende ab 5 Euro ihr diese Möglichkeiten geben. Gerne nehmen wir natürlich für das Gehege auch Einzelspenden an. Laut Anbieter bekommt man professionelle Gehege ab 1.700 Euro. Natürlich möchten wir versuchen, das Gehege, möglicherweise mit Unterstützung von helfenden Handwerkerhänden, selber zu bauen. Mittlerweile übersteigen die Ausgaben für Rebecca für Arztuntersuchungen und Medikamente die Spendeneingänge und daher freuen wir uns, wenn Sie Rebecca die nächsten Jahre begleiten möchten und zudem für das Gehege spenden.

Fragen zur Patenschaft beantworten wir Ihnen gerne unter: Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können

Spenden können Sie unter dem Stichwort "Rebecca"* richten an:

Kontoinhaber: respekTiere e.V.
Stadtsparkasse Mönchengladbach
IBAN:DE20 3105 0000 0003 3761 26
BIC: MGLSDE33

oder

Direkt spenden können Sie aber auch über PayPal. Bitte auch hier den Verwendungszweck bzw. Stichwort "Rebecca"* eintragen! 

*Sollten mehr Spenden eingehen, als für das jeweilige Patentier benötigt werden, verwenden wir die überschüssigen Beträge satzungsgemäß für ein anderes Patentier, um die entstandenen Kosten abzudecken.

Eine Spendenquittung geht Ihnen im Januar/Februar des Folgejahres automatisch zu.

Rebecca dankt Ihnen von ganzem Herzen für Ihre Liebe!

Grazie mille!

 

Hier können Sie Rebeccas SOS Geschichte nachlesen:

Rebecca - aus Spaß beschossen!

Wir möchten Ihnen die Geschichte von Rebecca erzählen. Keinem Einzelfall auf Sardinien, trotzdem hat sie uns besonders berührt und mittlerweile ist die hübsche Katze auch in Deutschland angekommen. Was Ihr passiert ist, möchten wir Ihnen gerne in den Worten unserer italienischen Kollegen erzählen:

11.04.2011

Sie saß auf einem Balkon, als sie "aus Spaß" beschossen wurde!!!!!!

Wir erhielten einen Hilferuf, der uns sagte, da sei eine Katze vom Balkon gefallen. Wir haben sie sofort in die Tierklinik gebracht, als wir feststellten, dass sie große neurologische Probleme mit ihren Hintergliedmaßen hat. Auf dem sofort gefertigten Röntgenbild konnte man sehen, dass in ihrer Wirbelsäule eine Luftgewehrskugel sitzt. Armes Kätzchen, Du bist noch so jung! Wie kann nun ihre Zukunft aussehen? Das werden wir erst in den nächsten Tagen sehen, wir wissen nicht, ob die Kugel dauerhafte Schäden hinterlassen hat, wir wissen nur, dass nichts die menschliche Grausamkeit übertrifft!!! Wir werden Euch auf dem laufenden halten, auch über die immensen Kosten, die nun wieder auf uns zukommen werden.

14.04.2011

Nachdem wir weitere Röntgenbilder anfertigen ließen, sind wir nun auf dem Weg nach Cagliari, alles haben wir innerhalb einer halben Stunden organisiert. Wir erreichen den Flughafen in der Hoffnung, der Kleinen ein artgerechtes, zumindest ein würdiges Leben wiedergeben zu können. Sie wurde bereits operiert, das Projektil konnte entfernt werden. So wie es in der Wirbelsäule lag, bestand durchaus die Gefahr, dass man es nicht entfernen kann, aber alles ist gut gegangen. Sie ist auch gut aus ihrer Narkose erwacht und wir werden Euch noch weitere Details der OP mitteilen, morgen, denn dann werden wir auch ein Bild über die neurologischen Schäden haben, die durch das Projektil verursacht wurden.

22.04.2011

Dem Tierarzt fiel auf, dass mit der Kleinen etwas seltsam sei: Sie war tragend und wurde gleich einer Sterilisation unterzogen, denn eine Trächtigkeit in ihrem Zustand hätte sie massiv gefährdet. Sie erhält
außerdem täglich Physiotherapie. Sie hat die zwei Eingriffe fantastisch überstanden, die erste diente der Entfernung des Projektils aus ihrer Wirbelsäule, die zweite war die Sterilisation. Sie hat noch kein tiefes Schmerzempfinden in den Gliedmaßen, aber ihre Reflexe verbessern sich täglich. Heute morgen, als die Fotos entstanden sind, gelang es ihr sogar sich auf ihre Vordergliedmaßen zu erheben und zu krabbeln, wenn man die Hinterhand stützt, ein Zeichen dafür, dass sich ihr Zustand verbessert und die Physiotherapie bereits Früchte zeigt. Rebecca ist ein Schätzchen und wird von allen mit Streicheleinheiten überschüttet. Rebecca ist noch immer in der Klinik in Cagliari, sie wird aber morgen zurückkehren und wir hoffen sehr, alsbald ein Zuhause für sie zu finden.

30.05.2011

Rebecca ist aus Cagliari zurückgekommen und hier Auszüge aus dem Brief der Ärztin:

Liebe Cosetta, hier möchte ich über Rebecca berichten, die bei uns stationär untergebracht war und mitteilen, was in Zukunft bei ihr noch zu veranlassen ist: Als erstes die richtig gute Nachricht: Sie hat gestern ihre ersten völlig selbstständigen Schritte unternommen, dies erlaubt uns, voller Hoffnung für ihre Genesung zu sein, momentan können wir noch nicht mit Sicherheit sagen, ob sie diese paar Schritte alleine gemacht hat, durch eigeständiges Funktionieren ihrer Hinterhand oder ob diese paar Schritte durch vorhandene Reflexe ermöglicht wurden. In den Tagen, die sie bei uns war, hat sie zweimal täglich Physiotherapie mit mir gemacht: Massage der Muskelpartien an den Hintergliedmaßen, Streckung der Hinterhand durch Reizung der Reflexe, Reflexzonenstimulation, auf einem Ball liegend um den Gleichgewichtssinn lebendig zu erhalten... Nun, da es ihr schon deutlich besser geht, ist es nicht notwendig all diese Übungen weiter zu machen, sie braucht vor allem Zeit und eine Unterlage, die nicht rutschig ist. Ich schicke auch ein Video mit, das Euch zeigt, was wir mit ihr gemacht haben. Im täglichen Umgang sollte sie vor allem beim Fressen stehen, die Gelenke bewegen, jedes einzelne Gelenk sollte mindestens 2x 20 mal am Tage in die völlige Streckung und Beugung bewegt werden. Sie sollte laufen, indem man den Schwanz hochhält und sie so unterstützt, immer ein wenig mehr Gewicht sie selber tragen lassend, jedes Mal, wenn sie die Beine überkreuzt oder falsch hält, dies sofort korrigieren.

Was den Absatz des Urins oder Kots angeht, ist es so, dass sie Urin selbstständig nach Stimulation durch Kitzen unterhalb des Schwanzes 2-3 mal täglich absetzen kann. Ich empfehle, sie vor den physikalischen Übungen auf jeden Fall Urin absetzen zu lassen. Kot setzt sie abends oder nachts selbstständig ab.

13.06.2011

Welch lange Reise habe ich hinter mir......

Ich wurde lange in der Klinik behandelt, Operationen, Physiotherapie, was für eine fantastische Ärztin hat sich um mich gekümmert!!! Renata war wie eine Mama zu mir, zärtlich und geduldig!!!

Nun bin ich in Olbia, alles war für mich vorbereitet, sie streicheln und herzen mich, aber ich habe so viel Angst, hier sind so viele Hunde, die mich nicht schlafen lassen, die mir keine Ruhe lassen. Wie soll ich hier alleine rumlaufen, so wie die Menschen es von mir wollen, bei all den Hunden? Ich habe Angst und bewege mich nicht. Wenn Du das hier liest, dann weißt Du ja wie tapfer ich war, wie ich für mein Leben gekämpft habe, wie ich all das hinter gelassen habe, was mir Schlechtes angetan wurde, fast kann ich schon wieder laufen, meine Geschäfte erledige ich alleine, ich bin fast schon wieder eine normale Katze und ich bitte Dich nun nur noch um eines: Ein eigenes Zuhause!!!

Rebecca ist eine ganz liebe und anhängliche Katze, neg. FIV und FeLV und sterilisiert!

Das ist die Geschichte von unseren italienischen Kollegen, die ein Hundetierheim mit über 750 Hunden in Olbia, Sardinien, betreuen. Hier ist eigentlich kein Platz für Katzen, aber seit diesem Sommer, werden hier sogar Katzen ausgesetzt und hingebracht. Manche werden über die Zäune zu den Hunden geschmissen und von denen direkt getötet, manche werden vor die Tür gestellt oder einfach abgegeben. Mittlerweile befinden sich dort über 50 Katzen die Hilfe benötigen! Aber zurück zu Rebecca, die mittlerweile in Deutschland angekommen ist und eine Pflegestelle bezogen hat. Diese Pflegestelle ist besonders versiert mit gelähmten Katzen und dort bekommt sie all die Fürsorge die sie benötigt, in der großen Hoffnung, dass sie tatsächlich wieder anfängt richtig zu laufen. Aber lesen Sie selber was uns Rebecca aus ihrem neuen Leben schreibt:

Hallo meine Lieben,

ich bin's Becky, eure Rebecca. Ich wollte mich gleich mal bei Euch melden, damit ihr wisst, dass es mir gut geht und ihr euch keine Sorgen um mich macht. Ich bin am Sonntag nach langer Reise gut mit meinem neuen Pflegefrauchen nach Hause gekommen und ich glaube, ich habe es hier echt gut getroffen. Die anderen Fellnasen hier sind super nett und haben mich gleich freundlich in ihrer Mitte aufgenommen. Sie haben mich gleich mit Näschen begrüßt und ich habe freundlich zurückgegrüßt, denn ich weiß ja was sich gehört. Nach der Begrüßungszeremonie habe ich erst mal die ganze Wohnung erkundet. Leider musste ich nun bis auf Weiteres ein Einzelzimmer beziehen.

Frauchen sagt, das muss so sein. Ich muss erst geimpft sein und einen wirksamen Impfschutz aufgebaut haben. Naja, ist schon o.k. ist ja alles nur vorübergehend. Mein Zimmer ist komfortabel und behindertengerecht ausgestattet, alles in Reichweite, denn laufen kann ich ja noch nicht wirklich. Wenn der Untergrund stimmt (z. B. auf dem Balkon), dann kann ich mal kurzzeitig stehen, aber ich kippe dann immer gleich wieder um und drinnen auf Frauchens glattem Laminatboden komme ich gleich gar nicht erst auf die Pfoten, viel zu rutschig. Also marschiere ich zur 'Zeit noch auf 2 Beinen durch's Leben.

Frauchen sitzt viel bei mir in meinem 'Zimmer und leistet mir Gesellschaft. Sobald sie sich zu mir setzt, krabbel ich auf ihren Schoß, schmeiße den Schnurromat an und dann wird geschmust bis die Socken qualmen.

Am Montag waren wir in der Tierklinik. Dort bin ich dann gründlich untersucht, geimpft und geröntgt worden. Außerdem habe ich noch Medis für meine Blase gekriegt, damit ich demnächst wieder alleine pieseln kann, denn im Moment drückt Frauchen meine Blase noch aus.

Frauchen kümmert sich jetzt noch um einen geeigneten Physiotherapeuten für mich, damit ich wieder auf die Pfoten komme.

So Freunde , genug geplaudert, nun muss ich mir noch meine abendliche Ration Medis abholen. Habt ihr gewusst, dass die in Katzenmilch echt lecker schmecken?

Also bis bald. Melde mich demnächst wieder.

Eure Becky

p.s: Frauchen hat auch noch einen Bericht geschrieben, denn ich brauche ja die Unterstützung von vielen Spendern, damit die vielen teuren Behandlungen und Therapien bezahlt werden können.

Erster Bericht vom Pflegefrauchen:

Becky ist die liebste, freundlichste, bescheidenste und dankbarste Katze, die ich jemals kennengelernt habe. Sie ist für jedes liebe Wort und jede Streicheleinheit unendlich dankbar. Kratzen, Beißen oder Fauchen kennt sie nicht. Sie ist kein bisschen ängstlich und geht auch auf fremde Menschen sofort freundlich zu und gibt Köpfchen. In der Tierklinik war sie super brav und hat sich ohne zu zappeln untersuchen, impfen und röntgen lassen. Sie hat nun für die Blase noch ein Medikament bekommen, das die Nervenenden der Blasenmuskulatur stimuliert, denn bisher muss ich ihr die Blase noch ausdrücken. Kot kann sie alleine absetzen.

Demnächst werde wir noch anfangen Anabolika zu spritzen, um den Muskelaufbau zu fördern. Mal sehen ob wir Becky mit Hilfe von Anabolika in Verbindung mit Physiotherapie wieder auf die Pfoten kriegen. Nur das wird noch ein langer, steiniger und teurer Weg. Nur dies alles können wir Becky nur mit Ihrer Hilfe ermöglichen. Darum bitten wir sie von ganzem Herzen: Bitte helfen sie Becky, damit sie nach all dem Unglück, Schmerzen und Leid, welches sie in ihrem jungen Leben schon ertragen musste, nun endlich die Sonnenseiten des Lebens im Kreise ihrer neuen Freunde genießen kann. Sie hat es sich wirklich mehr als verdient. Bitte helfen Sie Rebecca!

Aktualisierung 12.09.2011

Gesundheitlich macht Rebecca wirklich gute Fortschritte. Die Anabolikaspritzen schlagen gut an und sie trainiert ihre Muskeln wie wild. Auch auf glattem Boden kommt sie schon kurz auf die Beine und kann 2-3 Schritte gehen bevor ihr der Popo wieder zur Seite wegrutscht. Das Anabolika bekommt sie im 4-Wochenrythmus gespritzt. Ich denke mal, wir sind hier auf einem guten Weg und sicherlich wird die hübsche Katzendame irgendwann auf allen Vieren wieder laufen können! Diese Neuigkeiten und die neuen Bilder waren eine große Überraschung für uns. Auch wenn alles natürlich überschattet ist von Rebeccas Idee lieber Einzelkatze zu sein. Daher suchen wir händerringend eine neue Pflegestelle oder auch Endstelle, wo Rebecca alleine ihr ganz großes neues Katzenglück genießen darf.