Dieser Brief erreichte uns heute, und wir haben uns entschlossen, unseren Freunden, Spendern und Helfern diesmal dieses grausame Geschehen nicht vorzuenthalten. Der Brief ist aus dem tiefsten Leid geschrieben und zeigt uns, dass es Menschen gibt, deren Herzen voll ist mit Liebe für die geringeren Brüder. Den Tieren, die sich nicht gegen grausame Momente wehren können, die hilflos ihren Peinigern ausgesetzt sind. Cosetta, Mariagrazia und Sergio schauen da hin, wo viele Menschen längst wegschauen. Und sie scheuen sich nicht, auch zuzupacken. Wir danken Euch dafür!
Wir, Maria Grazia, Cosetta und ich habe
uns gefragt, ob wir euch diese Bilder
zeigen können. Sie sind heftig, und wir
sind es nicht gewohnt, den Schrecken mit
anderen zu teilen. Aber dann haben wir
entschieden, sie doch auf unsere Webseite
zu stellen, da wir einfach das Bedürfnis
hatten, uns Luft zu machen. Luft zu machen
für das, was wir heute erlebten und was
wir in so vielen anderen vorherigen Fällen
gesehen, aber nur für uns behalten haben.
Wenn du an einen Ort kommst, an dem sich
vorher kein anderer bewegt hat, und du
nichts weiter tun kannst, als eine tote
Kreatur einzusammeln, und dir nichts
anderes bleibt, als zu weinen, weil du
dich so ohnmächtig fühlst, dann krampft
sich
dir der Magen zusammen, bis er weh tut,
und du möchtest den Moment verwünschen, in
dem du dachtest, du könntest diesen
wehrlosen Wesen helfen.
Du fragst dich, wie weit wir in der Lage
sind, all diese Sorgen zu verdauen, wie
weit werden wir es vermeiden können, in
Panik zu verfallen, wenn der nächste Anruf
kommt: “lauft, ein Hund liegt im Sterben“,
und wir uns fragen, ob wir es schaffen,
rechtzeitig zu kommen.
Gestern sind wir rechtzeitig gekommen für
Taya, die ihr auf unserer Webseite seht.
Und wir sind rechtzeitig gekommen für
viele andere in der letzten Zeit, aber es
reicht ein Hund, bei dem wir es nicht
geschafft haben, und es bringt dich zum
Weinen.
So wie heute: Sie war eine wunderschöne
Hündin, aber das Schicksal wollte nicht,
dass sie es schafft.
Es stimmt, sich Luft zu machen ist nur
eine kleine Erleichterung, und wir
entschuldigen uns dafür, aber man kann
dies nur bei Freunden tun, und ihr seid
alle unsere Freunde. Ihr seid viele, und
dank euch folgt auf das „Luft machen“
immer wieder der unbändige Wunsch, so
schnell wie möglich zum Ort des Geschehens
kommen. Das schwören wir. Auch vor den
Augen unserer kleinen Freundin, die jetzt
geschlossen sind.
Sergio
Sehen Sie weiter unten die grausame Tat, die unsere Kollegen auf Sardinien zu diesem Brief bewegte. Nichts für schwache Nerven!

