Andrea

Steckbrief  
 Geboren: ca. 2010
 Geschlecht: männlich
 Rasse: Mischling
 Schulterhöhe: ca. 53 cm
 Kastriert: ja
 Geimpft: ja
 Gechippt: ja
 Mittelmeercheck: ja
 Krankheiten: keine bekannt
 Katzenverträglich: ja
 Hundeverträglich: ja
 Kinder: ab ca. 14 Jahren
 Handicap: nein
 Pflegestelle: 41540 Dormagen


 
Andrea - lieber kein Zuhause als ein schlechtes Zuhause

Bei Andrea handelt es sich um einen Jagdhund der es einige Male schaffte, aus seinem tristen Zwinger auszubrechen und zu fliehen. Jedes Mal landete er in der Gärtnerei einer Tierschutzkollegin, welche leider dazu verpflichtet ist, den Halter zu informieren. Und so musste der arme Andrea jedes Mal zurück in seinen Zwinger gebracht werden.  Das sich der gutmütige Rüde in keiner guten Verfassung befand war offensichtlich, er hatte die Räude. Doch alle Versuche, den Jäger zu sensibilisieren und ihm das Versprechen abzuringen, den Hund einem Tierarzt vorzustellen und in Therapie zu geben, waren zwecklos. Der Mann hatte weder Zeit noch Lust sich um den Hund zu kümmern, so war Andrea für ihn mehr Last als das er Nutzen hatte. Letztendlich hat er uns den Hund zur Übernahme angeboten. Und obwohl unser Rifugio voll und neue Aufnahmeplätze rar sind, konnten wir die Aufnahme von Andrea nicht ausschlagen, wohl wissend, dass es dem Hund bei seinem Jäger weder medizinisch noch psychisch gut geht.

Aber auch der Tierheimaufenthalt war für Andrea purer Stress. Er zeigte sich so ängstlich und unterwürfig, dass er nur zu den Welpen in ein Gehege gesteckt werden konnte. Selbst von diesen ließ er sich das Futter wegfressen. Die Tierheimmitarbeiter, die alles versuchten, um eine Bindung zu Andrea aufzubauen, scheiterten an der großen Angst, die Andrea Menschen gegenüber zeigte und immer noch zeigt. Deshalb baten sie uns verzweifelt, für ihn einen Platz in Deutschland zu finden. Sie konnten für ihn vor Ort einfach nichts für seine Entwicklung tun.

Wir wissen alle, was es bedeutet, einen derart ängstlichen, in bestimmten Situationen sogar mit Panik reagierenden Hund nach Deutschland zu bringen, dennoch konnten wir Andrea nicht im Tierheim auf Sardinien lassen. Seit September befindet er sich auf einer versierten Pflegestelle, wo auch  vier Hündinnen und Katzen leben. Andrea konnte sich vor Angst die ersten paar Wochen kaum regen. Völlig erstarrt lag er in seinem Körbchen, den Blick zum Menschen immer abgewandt. An einen Spaziergang draußen war gar nicht zu denken, so dass er die erste Zeit immer mit in den großen Garten genommen wurde, um sein Geschäft zu erledigen und um sich etwas bewegen zu können.

Jetzt, im November, hat die Pflegstelle Andrea erstmals mit nach draußen zum Gassi gehen genommen. Das hat ihm sogar ganz gut gefallen, aber sobald Menschen entgegenkommen, bekommt er Panik und würde am liebsten flüchten. Dennoch geht er gerne mit nach draußen und möchte keinesfalls alleine – ohne die anderen Hunde – zuhause zurückgelassen werden. Dann fängt er an zu bellen und zu jaulen und zerbeißt auch Gegenstände. Ganz zart fängt er jetzt auch an, mit den anderen Hunden zu spielen – aber immer mit einem Auge auf den Menschen. Denn selbst beim Pflegefrauchen erstarrt er noch, wenn er z.B. von ihr gestreichelt wird oder sie ihm sein Geschirr anzieht. Es ist also noch ein langer Weg, bis Andrea es schafft, eine Bindung aufzubauen und Vertrauen zu den ihm bekannten Menschen zu fassen.

Mit Minischritten geht es voran, er kann jetzt z.B. schon mal tagsüber im Körbchen liegen und die Augen schließen – auch wenn immer mal wieder ein Kontrollblick kommt, ob auch noch alles in Ordnung ist. Im Haus läuft er so gut wie gar nicht herum, das bringt er noch nicht fertig. Andererseits schafft er es durchaus in die Küche zu gehen, um das Katzenfutter dort zu „klauen“. Zwar immer mit einen Blick auf das Pflegefrauchen, aber was tut man als Hund doch nicht alles für das leckere Katzenfutter - da überwindet man doch tatsächlich auch mal seine große Angst.

Wir suchen nun also Menschen, die Erfahrung haben mit derart ängstlichen Hunden und denen bewusst ist, welche Aufgaben noch zu meistern sind, bis sich Andrea annähernd einmal entspannt  - sowohl zuhause als auch draußen – zeigen kann. Es braucht Geduld, Einfühlungsvermögen, Verständnis und Durchhaltevermögen, denn es wird auch immer mal wieder Rückschläge geben.
 

Wir vermitteln bundesweit.
 
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Ihr Ansprechpartner für diese Vermittlung:

respekTiere e.V.
Monika Reinhardt                       
Tel-Nr.: 07157 536228 oder 01578-9041064
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